Carl-Uwe WürfelCOO & Chief AI Officer

AI Act: Wann muss KI
erkennbar sein?

Die europäische KI-Verordnung stellt Anforderungen an bestimmte Systeme und deren Verwendung. Welche Pflichten relevant sind, hängt unter anderem von Einsatzzweck und Rolle des Unternehmens ab.

Redaktioneller Stand: 25. September 2026

Kennzeichnung beginnt beim Anwendungsfall.

Die Transparenzregeln nach Artikel 50 des AI Act gelten grundsätzlich seit dem 2. August 2026. Sie unterscheiden unter anderem die Interaktion mit KI, die technische Erkennbarkeit generierter Inhalte und die Offenlegung bestimmter veröffentlichter Inhalte. Maßgeblich sind die konkrete Anwendung und die jeweilige Rolle.

  • Chatbots: Es geht darum, ob Menschen erkennen, dass sie mit KI interagieren.
  • Generierte Inhalte: Für Anbieter und veröffentlichende Anwender können unterschiedliche Pflichten gelten.
  • Deepfakes und bestimmte Informationstexte: Hier sind die vorgesehenen Offenlegungspflichten und Ausnahmen besonders zu prüfen.

Die Europäische Kommission erläutert die Transparenzregeln und verlinkt ihre aktuellen Leitlinien.

Für die maschinenlesbare Kennzeichnung und Erkennbarkeit nach Artikel 50 Absatz 2 nennt die Kommission eine begrenzte Übergangsfrist: Anbieter von Systemen, die bereits vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, müssen diese Pflichten ab dem 2. Dezember 2026 erfüllen. Die FAQ der Kommission zu Artikel 50 erläutert den Umfang.

Eine brauchbare Ausgangslage schaffen.

Aus operativer Sicht hilft ein nachvollziehbares Verzeichnis: Welche Anwendung wird verwendet, welche Daten verarbeitet sie, wer nutzt das Ergebnis und wer trägt fachliche Verantwortung? Diese Angaben sind eine Grundlage für die weitere Prüfung.

Vier Fragen vor der Veröffentlichung.

Prüffeld

Inhalt und Interaktion

Frage vor der Veröffentlichung
Welche Art von Inhalt oder Interaktion ist betroffen?

Rollen und Maßnahmen konkret prüfen.

Eine technische Kennzeichnung, ein Modellvertrag oder eine menschliche Freigabe belegt allein keine vollständige Rechtskonformität. Für konkrete Entscheidungen müssen die geltenden Regelungen und der tatsächliche Ablauf gemeinsam betrachtet werden. Die zuständigen Fachleute sollten dafür aktuelle Originalquellen heranziehen.

Offizielle Informationen.

Die Europäische Kommission veröffentlicht Informationen zum Anwendungsrahmen und den zeitlichen Regelungen. Diese Seite ist eine organisatorische Orientierung und keine rechtliche Bewertung eines konkreten Systems.

Im Unternehmen weiterdenken.